Bildungssystem
Reform der Berufsbildung im Gesundheitswesen
Eine neue Berufslehre, Studiengänge auf Stufe Höhere Fachschule und Fachhochschule, im europäischen Ausland anerkannte Abschlüsse, Durchlässigkeit - die Reform der Berufsbildung im Gesundheitswesen machten die Gesundheitsberufe noch attraktiver.
Bund und Kantone reformierten das Berufsbildungssystem im Gesundheitswesen vor rund zehn Jahren. Die wichtigsten Änderungen:
- Im Anschluss an die obligatorische Schulzeit können Jugendliche seither die dreijährige Berufslehre Fachfrau/Fachmann Gesundheit (FaGe) auf Sekundarstufe II (berufliche Grundbildung) absolvieren.
- Die bisherigen Diplomausbildungen werden neu auf Tertiärstufe (höhere Berufsbildung) an Höheren Fachschulen (HF) oder Fachhochschulen (FH) angeboten.
- Die Abschlüsse im Gesundheitswesen sind eidgenössisch anerkannt und gelten auch im europäischen Ausland.
- Nach jedem Abschluss eröffnen sich Möglichkeiten der Weiterbildung ("Die Wege zu den Gesundheitsberufen" als PDF).
Reform der Berufsbildung im Kanton Bern
- Seit August 2004 bieten Berner Gesundheitsbetrieber aller Versorgungsbereiche die Berufslehre Fachfrau/Fachmann Gesundheit (FaGe) an. Die Grundbildung ist beliebt und verzeichnet von Jahr zu Jahr mehr Lernende. Im Jahr 2012 belegte FaGe den dritten Platz auf der Liste der beliebtesten Grundbildungen im Kanton. Nur die Kaufmännische Grundbildung und die Ausbildung im Detailhandel sind beliebter.
- Im Oktober 2005 hat in Bern der erste Studiengang dipl. Pflegefachfrau/Pflegefachmann Höhere Fachschule begonnen.Seit 2007 findet die Ausbildung am Berner Bildungszentrum Pflege statt.
- Seit 2007 werden in Bern die Studiengänge Aktivierungsfachfrau/-fachmann, Rettungssanitäter/in, Dentalhygieniker/in, Biomedizinische/r Analytiker/in, Fachfrau/Fachmann für Medizinisch-Technische Radiologie und Fachfrau/Fachmann Operationstechnik auf Stufe Höhere Fachschule mit eidgenössisch anerkanntem Diplom am medi, Zentrum für medizinische Bildung angeboten.
- Im Oktober 2006 starteten an der Berner Fachhochschule die ersten Studiengänge Pflegefachfrau/fachmann und Physiotherapeut/in. Die Studiengänge Ernährungsberater/in und Hebamme folgten 2007 bzw. 2008. Der FH-Studiengang Ergotherapeut/in wird seit Oktober 2006 für die ganze Deutschschweiz an der Zürcher Hochschule in Winterthur durchgeführt.
Reform der Berufsbildung im französischsprachigen Teil des Kantons Bern
Im französischsprachigen Teil des Kantons Bern wird die Reform in Zusammenarbeit mit den Westschweizer Kantonen umgesetzt. Die Ausbildung Assistant/e en soins et santé communautaire (Fachfrau/Fachmann Gesundheit) wird nach dem Schulortsprinzip am ceff SANTE-SOCIAL in St-Imier angeboten. Seit 2012 kann auch die Grundbildung Aide en soins et accompagnement (Assistent/in Gesundheit und Soziales) und als Pilotprojekt auf Stufe Höhere Fachschule Infirmier/-ère ES (Pflegefachfrau/-fachmann HF) am ceff SANTE-SOCIAL absolviert werden.
Informationen zu allen Studiengängen Höhere Fachschule und Fachhochschule befinden sich auf der Website des CIPS.
Dokumente
Die Wege zu den Gesundheitsberufen downloaden.
LinksInformationen zur Bildungssystematik
Informationen zur Bildungssystematik


