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«Als Ernährungsberater/-in weiss ich: Ein Mensch muss sein Ernährungsverhalten selber ändern. Ich gebe Anstoss, berate und unterstütze.»

Ernährungsberaterin BSc BFH
Ernährungsberater BSc BFH


Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater arbeiten in Spitälern, Heimen oder Ärztenetzwerken, in der eigenen Praxis oder öffentlichen Beratungsstellen sowie in der Gemeinschaftsverpflegung und in der Lebensmittelindustrie.

Sie beraten Menschen zu Ernährungsfragen – vom Kind bis zum Betagten, von der Sportlerin bis zum Schwerkranken. Zudem beteiligen sie sich an Projekten zur Gesundheitsförderung und leisten Öffentlichkeitsarbeit.

Voraussetzungen

  • Berufs-, Fach- oder gymnasiale Matur
  • Freude an der Arbeit mit Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und aus verschiedenen Kulturen 
  • ausgeprägtes Interesse, mündliche sowie schriftliche Kommunikationskompetenzen zu erweitern und zu vertiefen grosses Interesse an Lebensmitteln und Freude am Essen
  • grosses Interesse an Lebensmitteln und Freude am Essen
  • gutes Vorwissen in naturwissenschaftlichen Fächern 
  • rasche Auffassungs- und Beobachtungsgabe sowie Freude am wissenschaftlichen Arbeiten 
  •  gute Englischkenntnisse
  • Teamfähigkeit
  • erfolgreich absolvierte Eignungsabklärung

Ausbildung

  • drei Jahre Vollzeitstudium an der Berner Fachhochschule BFH
  • zwei Drittel des Studiums bestehen aus Lehre an der Fachhoch schule, ein Drittel aus studienbegleitenden Praktika in verschiedenen Arbeitsfeldern 
  • im Anschluss zehn Monate in der Praxis als Zusatzmodul 
  • Semestergebühren 
  • Titel: Bachelor of Science (BSc) BFH in Ernährung und Diätetik 
  • Mit dem BSc in Ernährung und Diätetik kann der MSc Life Sciences – Food, Nutrition and Health an der BFH absolviert werden
  • Der BSc und der MSc sind eidgenössisch anerkannt, europakompatibel und gelten international als Hochschulabschlüsse

Mein Alltag

«Als Ernährungsberater treffe ich auf Patientinnen und Patienten mit verschiedensten ernährungsphysiologischen Anliegen. Meine Klientin ist 40 Jahre alt und wird von mir beraten, da sie jahrelang an Durchfall litt und nun stark an Gewicht verloren hat. Der Arzt hat Zöliakie diagnostiziert, eine Unverträglichkeit von Gluten (Klebereiweiss). Sie muss von nun an eine strikte glutenfreie Ernährung einhalten und auf Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Grünkern und Emmer verzichten. Ich erkläre ihr, wie das Gluten ihre Dünndarmschleimhaut schädigt und warum diese so schlecht Nährstoffe aufnehmen kann. Ich bespreche mit ihr, welche Kohlenhydratlieferanten kein Gluten enthalten: beispielsweise Kartoffeln, Reis, Mais und Hirse.

Unterstützung bei Umstellung
Zusammen passen wir ihre Ernährung an. Ich gebe ihr Rezepte und Hinweise, wie sie kochen kann. Ich ermuntere sie, trotz Zöliakie ihr Essen zu geniessen. Die Umstellung fällt ihr schwer. Jeden Tag hat sie mit Brot, Butter und Konfitüre begonnen. Und für ihre Familie muss sie weiterhin kochen. Nach sechs Sitzungen und vier Monaten isst sie glutenfrei – und hat Freude daran. Ihr Dünndarm hat sich erholt, und es geht ihr wieder gut.

Häufig berate ich auch Menschen mit Diabetes. Bei ihnen ist eine gute Blutzuckereinstellung sehr wichtig für den weiteren Krankheitsverlauf und eine gute Lebensqualität. An diesem Ziel arbeiten wir zusammen. Menschen bringen ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Erfahrungen mit und das berücksichtige ich in der Beratung.

Enge Beziehung
Mit Krebspatienten entwickelt sich oft eine enge Beziehung, da ich sie über längere Zeit betreue. Bei ihnen besteht die Gefahr einer schweren Mangelernährung, weil sie an Appetitlosigkeit leiden oder starke Schluckbeschwerden haben. Die Betreuung soll dazu führen, dass sie genügend Nahrung zu sich nehmen und dass ihr körperlicher Zustand so lang wie möglich stabil bleibt. Als Ernährungsberater bin ich mir bewusst: Ein Mensch muss sein Ernährungsverhalten selber ändern. Ich gebe Anstösse, berate und unterstütze.»

Kontakt und weitere Informationen

Berner Fachhochschule Gesundheit
Bachelorstudiengang Ernährung und Diätetik
Murtenstrasse 10
3008 Bern
Tel. 031 848 35 60

www.gesundheit.bfh.ch/ernaehrung