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«Mein Beruf gefällt mir: Ich kann anspruchsvolles Fachwissen und wissenschaftliche Methoden praktisch anwenden - zugunsten von Menschen.»

Pflegefachfrau BSc BFH
Pflegefachmann BSc BFH

Pflegefachleute mit einem Bachelor of Science (BSc) in Pflege nehmen anspruchsvolle Pflegeaufgaben wahr, führen den Pflegeprozess und beraten die Patienten und deren Angehörige. Sie tragen nebst den pflegerischen Tätigkeiten die Verantwortung für die fachliche Führung auf Abteilungsebene, die Mitarbeit in der Qualitätssicherung und bei Projektarbeiten.

Dank ihrer Ausbildung sind sie in der Lage, neuste pflegewissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Der Bachelorabschluss berechtigt ausserdem zu einem nachfolgenden Masterstudium.

Voraussetzungen

  • Berufs-, Fach- oder gymnasiale Matur
  • Gute kommunikative Fähigkeiten und Freude am Kontakt mit Menschen
  • rasche Auffassungs- und Beobachtungsgabe
  • Freude an der Betreuung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen
  • Interesse an der interdisziplinären und multiprofessionellen Zusammenarbeit
  • hohes Mass an Verantwortungsgefühl und Belastbarkeit
  • Interesse an einer Berufskarriere mit akademischem Hintergrund
  • erfolgreich absolvierte Eignunsabklärung

Ausbildung

  • dreijähriger Vollzeit-Studiengang an der Berner Fachhochschule mit Beginn im September
  • zweijähriger Vollzeit-Studiengang für diplomierte Pflegefachpersonen HF
  • setzt sich aus zwei Dritteln Unterricht an der Fachhochschule und einem Drittel studienbegleitende Praxisarbeit in verschiedenen Arbeitsfeldern zusammen.
  • anschliessendes 10-monatiges Zusatzmodul in der Praxis
  • Semestergebühren
  • Titel: Bachelor of Science (BSc) BFH in Pflege
  • Der Bachelor ist die Grundlage für den Master of Science in Pflege. Beide Abschlüsse sind eidg. anerkannt, europakompatibel und gelten international als Hochschulabschluss.

Mein Alltag

«Seit drei Tagen liegt ein Mann, der vor einer Woche einen Herzinfarkt erlitten hat, auf unserer Abteilung. Um 7 Uhr, zu Beginn meines Tagesdienstes, stelle ich bei ihm fest, dass er im Unterschied zu gestern hustet und sich sehr anstrengen muss, um zu atmen. Ich höre mit dem Stethoskop die Lunge ab und höre rasselnde Atemgeräusche. Ich beschliesse, die Ärztin zu rufen. Sie diagnostiziert eine Lungenentzündung und verordnet ein Antibiotikum sowie häufigere Atemtherapie. Nachdem ich das Medikament verabreicht habe, nehme ich dazu Kontakt mit der Physiotherapeutin auf.

Diese Situation scheint mir lehrreich zu sein, und ich nehme mir vor, sie an der nächsten Sitzung unseres Pflegeteams zu besprechen. Die Vorbereitung und Leitung solcher Pflegefachdiskussionen gehören zu meinen Aufgaben.

Wertvolles Kommunikationstraining
Kurz nach dem Mittag ruft mich eine Kollegin zu einem Patienten. Er ist wegen der angeblich lauten Besucher seines Zimmernachbarn wütend geworden und lässt sich nicht beruhigen. Ich habe während der Ausbildung im Kommunikationstraining den Umgang mit solchen Patienten gründlich geübt. Ich analysiere, was geschehen ist, erfrage den Hintergrund des Konflikts und schlichte. In solchen Situationen muss ich mich einerseits gut in die Menschen einfühlen, anderseits mit einer gewissen Bestimmtheit und Sicherheit auftreten. Sicher aufzutreten ist auch dann wichtig, wenn ich Patienten berate und so Sicherheit im Umgang mit den Herausforderungen vermitteln muss.

Teil meiner Arbeit ist auch die Begleitung von Lernenden und Studierenden, die ihre Praktika auf unserer Abteilung absolvieren. Ab nächstem Jahr arbeite ich unter der Leitung einer Pflegeexpertin in einer Arbeitsgruppe des Spitals mit. In der Gruppe sind Pflegefachpersonen und Vertreterinnen anderer Disziplinen, zum Beispiel Fachpersonen für Medizinisch-Technische Radiologie, und Ärzte vertreten. Wir werden einen halben Tag im Monat zusammensitzen und einen neuen Standard dafür entwickeln, wie die Haut von Krebspatienten während der Bestrahlungstherapie gepflegt werden soll. Dabei ist es meine Aufgabe, die aktuelle Literatur zu suchen, zu analysieren und meine klinischen Erfahrungen einzubringen. Mein Beruf gefällt mir sehr: Ich kann anspruchsvolles Fachwissen und wissenschaftliche Methoden anwenden – gemeinsam mit und zugunsten von Menschen.

Dokumente

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Kontakt und weitere Informationen

Bachelorstudiengang Pflege
Murtenstrasse 10
3008 Bern
Tel. 031 848 35 40
E-Mail
www.gesundheit.bfh.ch/pflege