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«Mein Beruf ist wunderschön, so seltsam das klingen mag. Ich kann für Menschen arbeiten, die sich in einer Notsituation befinden.»

Diplomierte Rettungssanitäterin HF
Diplomierter Rettungssanitäter HF

Rettungssanitäterinnen und -sanitäter leisten verunfallten oder erkrankten Menschen ausserhalb des Spitals professionelle erste Hilfe. Sie untersuchen und betreuen Patienten und entscheiden mit fundiertem Fachwissen über die weiteren medizinisch-pflegerischen und bergungstechnischen Massnahmen.

Wenn nötig legen sie Infusionen und verabreichen Medikamente. Sobald der Patient versorgt ist, transportieren sie ihn mit der Ambulanz ins geeignete Zielspital. Sie arbeiten in unabhängigen oder spitalgebundenen Rettungsdiensten.

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Berufslehre mit eidg. Fähigkeitszeugnis Fachmittelschulabschluss oder gymnasiale Matur
  • Grundkenntnisse in Physik, Chemie und Biologie
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • körperliche und psychische Belastbarkeit
  • gute Konzentrationsfähigkeit und Flexibilität
  • geistige Beweglichkeit
  • Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Zusammenhängen
  • gute Deutsch- und Englischkenntnisse
  • Führerausweis der Kategorie B
  • erfolgreich absolviertes Aufnahmeverfahren

Ausbildung

  • dreijähriger Vollzeit-Studiengang an der Höheren Fachschule medi, Zentrum für medizinische Bildung mit Beginn jeweils im März
  • zweijähriger Vollzeit-Studiengang für Pflegefachpersonen mit einem vom SRK anerkannten Diplom
  • setzt sich aus Schulunterricht, Einsatz im Ausbildungsbetrieb und Spezialpraktika zusammen
  • Semestergebühren
  • Entschädigung während der ganzen Ausbildung
  • Titel: Dipl. Rettungssanitäterin/Rettungssanitäter HF

Mein Alltag

«Zu Beginn der Schicht kommt die Equipe zusammen. Sie besteht aus zwei Rettungssanitätern oder einem Rettungssanitäter und einem Notarzt. Wenn Menschenleben bedroht sind, fahren wir zu dritt aus. Als Erstes kontrollieren wir das Material: Haben die Sauerstoffflaschen genügend Druck, sind die Akkus der Überwachungsgeräte geladen, die Medikamente aufgefüllt, die Notfallkoffer vorhanden? Dann erhalten wir die erste Meldung: ein Mann in einem Büro, mit Druck auf der Brust und Atemnot, Verdacht auf Herzinfarkt. Innert 60 Sekunden müssen wir ausgerückt sein.

Ziel: Schmerzen lindern
Vor Ort verschaffen wir uns den Überblick, erkundigen uns beim Patienten nach seinen Beschwerden und untersuchen ihn. Wir messen den Blutdruck, geben Sauerstoff und überprüfen mit dem Monitor die Herzaktivität. Wir legen eine Infusion und verabreichen wenn nötig Medikamente. Dafür brauchen wir in der Regel 20-25 Minuten. Unser Ziel ist, dem Patienten die Schmerzen zu lindern und ihn mit einem möglichst stabilen Kreislauf ins Spital zu bringen. Oft arbeiten wir mit der Feuerwehr oder der Polizei zusammen.

Wir werden täglich mit den verschiedensten Situationen konfrontiert. Oft müssen wir unsere eigenen Emotionen zurückstellen, wenn wir mit besonders tragischen und belastenden Situationen konfrontiert werden. Besonders traurig sind Unfälle, bei denen Kinder involviert sind. Darüber sprechen wir nach dem Einsatz im Team. Wir haben auch die Möglichkeit, bei Bedarf mit psychologisch geschulten Fachpersonen die Einsätze zu besprechen und so zu verarbeiten.

Respekt vor der Aufgabe
Angst davor, Fehler zu machen, habe ich nicht, aber Respekt vor der Aufgabe. Wir arbeiten immer als Team und treffen Entscheidungen gemeinsam. Mein Beruf ist wunderschön, so seltsam das tönen mag. Ich kann für Menschen arbeiten, die sich in einer Notsituation befinden.»

Dokumente

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Kontakt und weitere Informationen




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