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«Menschen, Technik und Medizin: die ideale Kombination in meinem Berufsalltag.»

Diplomierte Radiologiefachfrau HF
Diplomierter Radiologiefachmann HF


Fachpersonen für Radiologie führen Röntgenuntersuchungen, Magnetresonanz- beziehungsweise Computertomografien (diagnostische Radiologie) und nach ärztlichen Vorgaben Bestrahlungen durch (Radio-Onkologie) und untersuchen mit radioaktiven Substanzen Körperorgane (Nuklearmedizin).

Sie bereiten die Patientinnen und Patienten vor und betreuen sie während der Untersuchung oder Behandlung. Arbeitsorte sind vor allem Spitäler und Institute für medizinische Radiologie, Nuklearmedizin und Radio-­Onkologie. Sie sind gefragte Mitarbeitende auf dem Arbeitsmarkt.

Voraussetzungen

  • Freude am Umgang mit Menschen 
  • Abgeschlossene Berufsausbildung mit eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ), Fachmittelschulabschluss (FMS), gymnasiale Matur oder gleichwertiger Abschluss
  • gute Grundlagen in Physik, Chemie, Biologie, Mathematik und Informatik
  • gute mündliche und schriftliche Deutschkenntnisse (mindestens Niveau B2) 
  • Englischkenntnisse 
  • genaue und manuell geschickte Arbeitsweise 
  • räumliches Vorstellungsvermögen 
  • Einfühlungsvermögen 
  • Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit 
  • Teamfähigkeit 
  • erfolgreich absolviertes Aufnahmeverfahren

Ausbildung

  • drei Jahre an der Höheren Fachschule medi, Zentrum für medizinische Bildung, mit Beginn jeweils im September 
  • theoretischer und praktischer Schulunterricht sowie Praktika in Spitälern 
  • Semestergebühren
  • Studierendenlohn während der gesamten Ausbildung
  • Titel: Dipl. Radiologiefachfrau HF bzw. Dipl. Radiologiefachmann HF

Mein Alltag

«Am Morgen nehme ich am Rapport der diagnostischen Radiologie teil, dann schaue ich die Unterlagen der mir zugeteilten Patientinnen und Patienten an. Bei vielen besteht Verdacht auf Krebs oder auf eine andere Krankheit. Oder ein bekannter Tumor könnte gewachsen sein. Verständlich, dass sie verunsichert, sogar verängstigt sind, wenn sie zu uns kommen. Ausserdem kennen sie in der Regel weder mich noch die Radiologin oder den Radiologen. Auch Hightech-Geräte können einschüchternd wirken. Schnell entsteht so der Eindruck, einer unpersönlichen Maschinerie ausgeliefert zu sein.

Dem Patienten die Angst nehmen
Vom ersten Moment an versuche ich deshalb, den Patientinnen und Patienten ein gutes Gefühl zu geben. Ich hole sie jeweils im Wartezimmer ab und führe sie in den Raum mit dem Gerät, zum Beispiel mit dem Computertomographen. Ich frage sie, ob sie schon Erfahrung mit Röntgen haben und beginne, den Ablauf der Untersuchung zu erklären. Ich zeige ihnen den Tomographen, den Ring, durch den sie gefahren werden.

Wenn die Patientin oder der Patient auf dem Tisch liegt, stecke ich ähnlich wie bei einer Infusion einen dünnen Plastikschlauch in eine Vene am Arm. Den Schlauch schliesse ich an eine Druckspritze an, die ein Kontrastmittel enthält. Dann positioniere ich die Person mit Hilfe des Lasers genau so, wie es für die Tomographie, beispielsweise der Lunge, erforderlich ist.

Während der Untersuchung befinde ich mich mit dem Radiologen oder der Radiologin in einem Nebenraum. Löse ich eine Aufnahme aus, fährt der Tisch durch den Ring, der Röntgenstrahlen sendet und empfängt. Je nach Fragestellung wiederholen wir die Aufnahme bis zu drei Mal. Wenn nötig, wird das Kontrastmittel gespritzt, das Blutgefässe und Organe deutlicher hervortreten lässt. Dies geschieht auf Anordnung der Radiologin oder des Radiologen.

Ein Durchgang dauert 7 bis 20 Sekunden. Sobald die letzte Aufnahme beendet ist, gehe ich in den Raum und frage nach dem Wohlbefinden. In seltenen Fällen kann das Kontrastmittel allergische Reaktionen auslösen. Der Computer erstellt aus den Aufnahmedaten zweidimensionale Bilder, die ich am Bildschirm bearbeite. Zum Beispiel verändere ich den Blickwinkel oder rekonstruiere dreidimensionale Ansichten. Der Radiologe oder die Radiologin beurteilt die Bilder und verfasst den Befund, der an den Stationsarzt oder die Hausärztin geschickt wird. Mehrmals täglich, und natürlich in der Nacht und am Wochenende, röntge ich Notfallpatienten: Opfer von Verkehrsunfällen, Sportler mit Knieverletzungen, Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten haben. Dafür setze ich entweder das konventionelle Röntgengerät, den Computertomographen oder den Magnetresonanztomographen ein.

Mein Beruf ist eine ideale Kombination: Ich arbeite mit modernster Technik und Computersoftware und habe zugleich mit Menschen zu tun.»

Kontakt und weitere Informationen




Medizinisch-Technische Radiologie
Max-Daetwyler-Platz 2
3014 Bern
Tel. 031 537 32 20

www.medi.ch/medizinisch-technische-radiologie