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«Der Patient soll fühlen, dass ich ihn ernst nehme. Meine Arbeit gilt ihm als ganzem Menschen, nicht nur seiner Krankheit.»

Diplomierte Pflegefachfrau HF
Diplomierter Pflegefachmann HF

Diplomierte Pflegefachleute HF übernehmen die Fach- und Führungsverantwortung einer individuellen Pflege und Betreuung in Spitälern, Kinderkliniken, psychiatrischen Institutionen, Pflegeheimen oder in der Spitex. Sie versorgen heikle Wundsituationen, pflegen in komplexen Situationen und führen anspruchsvolle Gespräche mit Patienten und Angehörigen.

Weiter koordinieren sie den Einsatz von Pflege und Therapien in einem multiprofessionellen Team. Sie überprüfen die Wirkung der pflegerischen Massnahmen und initiieren Anpassungen für einen optimalen Heilungsverlauf.

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Berufslehre mit eidg. Fähigkeitszeugnis, Fachmittelschulabschluss oder gymnasiale Matur
  • erfolgreich absolvierte Eignungsabklärung
  • körperliche und psychische Belastbarkeit
  • geschickte Hände
  • Einfühlungsvermögen
  • Freude an der Kommunikation und an der Arbeit im Team
  • Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit

Ausbildung

  • dreijähriger Bildungsgang an der Höheren Fachschule Berner Bildungszentrum Pflege.
  • beginnt in Bern und Thun jeweils im Frühling und Herbst.
  • setzt sich zu gleichen Teilen aus Unterricht in der Schule und Praxiseinheiten zusammen.
  • Teilzeit-Bildungsgang in vier Jahren möglich.
  • FaGe können die Ausbildung in zwei Jahren Vollzeit oder in vier Jahren zu 50% berufsbegleitend absolvieren.
  • Ausbildungslohn
  • Titel: Dipl. Pflegefachfrau/Pflegefachmann HF

Mein Alltag

«Wenn ich Tagdienst habe, fange ich um 7 Uhr im Spital an. Als erstes lese ich die neusten Einträge in der Pflegedokumentation, dann gehe ich zu den mir zugeteilten Patienten: Wie fühlen sie sich? Wie haben sie geschlafen? Verspüren sie Schmerzen? Was brauchen sie? Ich messe Blutdruck, Puls und Temperatur, helfe beim Aufstehen und bei der Körperpflege.

Aufgrund der Messwerte, der Auskünfte der Patienten und meiner Einschätzung beurteile ich den Zustand. Alle wichtigen Informationen notiere ich in der Pflegedokumentation. Wenn der Arzt kommt, gebe ich ihm die nötigen Informationen und bespreche mit ihm den Zustand der Patienten; danach folgt die Arztvisite. Oft haben die Visiten gerade in komplexen Situationen zusätzliche Untersuchungen, die Verabreichung anderer Medikamente und ein Gespräch mit den Patienten zur Folge. Ich erledige die nötigen medizinaltechnischen Verrichtungen, beispielsweise das Einlegen einer Ernährungssonde, und organisiere notwendige Termine.

Keine Situation ist wie die andere
Während des Tages schaue ich regelmässig nach den Patienten, lege Venenkatheter ein und wechsle Medikamenten-Infusionen. Ich helfe dem Assistenzpersonal die Mahlzeiten zu verteilen und rede mit Angehörigen. Das klingt zwar nach Routine, aber keine Patienten-Situation ist gleich wie die andere.

Verlässt ein Patient das Spital, plane ich den Austritt im Vorfeld, kläre den Unterstützungsbedarf zu Hause und organisiere die Spitex. Jede Arbeit, die ich ausführe, halte ich in einem elektronischen Leistungserfassungs-System fest. Mit diesem planen wir die Arbeiten des nächsten Tages. Das Spital verwendet die Daten für die Berechnung der Stellenpläne und für die Leistungserfassung pro Patient.

Begleitung von Lernenden - Professionelle Haltung
Zu meinen Aufgaben gehört auch die Begleitung von Lernenden und Studierenden, die ihr Praktikum absolvieren und von meinem Wissen profitieren und lernen können.

Als Pflegefachfrau komme ich den Menschen nahe. Diese Nähe erfordert professionelle Haltung. Die Patienten sollen fühlen, dass ich sie ernst nehme. Meine Arbeit gilt ihnen als ganze Menschen, nicht nur ihrer Krankheit."

Dokumente

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Kontakt und weitere Informationen

Freiburgstrasse 133
3008 Bern
Tel. 031 630 14 14
E-Mail
www.bzpflege.ch

Das BZ Pflege hat auch einen Schulort in Thun.