Alle Berufliche Grundbildung Studiengänge Höhere Fachschule Studiengänge Fachhochschule Infomaterial

«Die verschiedenen Hintergründe, Kulturen und Gewohnheiten der Bewohnerinnen und Bewohner interessieren mich, strengen mich aber auch an. Jedes zufriedene Lächeln und jeder dankbare Blick ist die Anstrengung aber wert.»

Assistentin Gesundheit und Soziales
Assistent Gesundheit und Soziales

Assistentinnen und Assistenten Gesundheit und Soziales (AGS) betreuen in ambulanten und stationären Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens Menschen aller Altersstufen. Sie unterstützen Klientinnen und Klienten bei der Alltagsgestaltung, im Haushalt und bei der Körperpflege.

Nach Abschluss der Grundbildung können sie auf dem Beruf arbeiten oder das eidg. Fähigkeitszeugnis als Fachfrau/ Fachmann Gesundheit (FaGe) oder Fachfrau/Fachmann Betreuung (FaBe) erlangen. Bei genügender Eignung kann die Ausbildung um ein Jahr verkürzt werden.

Voraussetzungen

  • abgeschlossene obligatorische Schulzeit
  • Flair für praktische Arbeit
  • sorgfältiges Arbeiten
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • körperliche Gesundheit und Belastbarkeit
  • Flexibilität und Teamfähigkeit
  • verständlicher mündlicher und schriftlicher Ausdruck in deutscher Sprache

Ausbildung

  • zweijährige Berufslehre, die mit einem eidgenössischen Berufsattest (EBA) abschliesst.
  • findet in einem anerkannten Lehrbetrieb (Spital, Alters-, Pflege- und Behindertenheim, Spitex, psychiatrische Klinik oder Rehabilitationszentrum), in der Berufsfachschule und im Überbetrieblichen Kurs (ÜK) statt.
  • umfasst Kompetenzen in den sechs Bereichen

    • Mitwirken und Unterstützen bei Gesundheits- und Körperpflege
    • Begleiten und Unterstützen von Klienten im Alltag
    • Unterstützen im Haushalt
    • Einhalten und Umsetzen von Hygiene und Sicherheit
    • Mitwirken bei Administration, Logistik und Arbeitsorganisation
    • Entwickeln und Beachten der Berufsrolle und der Zusammenarbeit

  • Titel: Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales EBA

Mein Alltag

«Nach Arbeitsbeginn im Alters- und Pflegeheim lese ich mich zunächst in die Pflegedokumentation ein. Dabei unterstützt mich normalerweise eine Fachperson Gesundheit. Dann gehe ich zu den Bewohnerinnen und Bewohnern aufs Zimmer und helfe ihnen beim Aufstehen und bei der Körperpflege. Wie viel Unterstützung sie benötigen, hängt von der körperlichen und geistigen Verfassung ab. Eine Bewohnerin zum Beispiel braucht meist nur Hilfe bei der Intimpflege. Den Oberkörper wäscht sie selber am Lavabo. Während dieser Zeit räume ich das Zimmer auf, mache das Bett zurecht und beziehe es falls nötig neu. Beim Anziehen braucht diese Bewohnerin normalerweise nur bei den Unterhosen, Strümpfen, Hosen und Schuhen Unterstützung. Heute Morgen habe ich jedoch bemerkt, dass sie mit den Knöpfen ihrer Bluse nicht zurechtkam. Da habe ich ihr natürlich geholfen. Sie war dankbar für die Hilfe und ich zufrieden, dass ich sie unterstützen konnte. Nachdem sie sich gekämmt und den Schal zurechtgezupft hatte, war sie bereit für das Zmorge im Aufenthaltsraum. Auf einer Liste ist vermerkt, was sie gerne isst. Ich habe ihr das Frühstück zusammengestellt, und sie ass dann selbständig.

Viel Unterstützung in anspruchsvollen Situationen
Muss bei den Bewohnerinnen und Bewohnern Blutzucker gemessen und Insulin gespritzt werden, übernimmt das eine Fachperson Gesundheit (FaGe) oder eine diplomierte Pflegefachperson. Solche medizinaltechnischen Verrichtungen gehören nicht zu den Aufgaben von uns Assistentinnen Gesundheit und Soziales. Ich erhalte viel Unterstützung von den FaGe und den Pflegefachpersonen, besonders in anspruchsvollen Situationen, die es bei unseren dementen Bewohnern geben kann.

Alltagsgestaltung, Blumen giessen und Tee kochen
Gegen Ende des Vormittags mache ich jeweils Einträge in den Pflegebericht. Ich notiere, was mir bei den Bewohnerinnen und Bewohnern, die ich gepflegt und betreut habe, aufgefallen ist. Am Nachmittag verteile ich die Wäsche, die von der Wäscherei geliefert wurde, helfe bei Küchenarbeiten, koche frischen Tee und kontrolliere die Temperatur des Kühlschranks. Auch die Blumenpflege gehört zu meinen Aufgaben.

Bei meiner Arbeit komme ich den Bewohnerinnen und Bewohnern nahe und erlebe sie auch in intimen Momenten. Dabei gilt es einfühlsam zu sein, aber dennoch eine professionelle Distanz zu wahren. Die verschiedenen Hintergründe, Kulturen und Gewohnheiten, die sie mitbringen, interessieren mich sehr, strengen mich aber auch an. Jedes zufriedene Lächeln und jeder dankbare Blick ist die Anstrengung aber wert.»

Dokumente

Download Berufsblatt als pdf

Wege für Erwachsene

Nachholbildung nach Art. 32 BBV (mehr)

Kontakt und weitere Informationen


Sägemattstrasse 1
3098 Köniz
Tel. 031 970 40 70
E-Mail
www.oda-gesundheit-bern.ch

Offene Lehrstellen:
Kantonaler Lehrstellennachweis (LeNa) (link)